Druckströmungsentwässerung
Regenwasserableitung mit hoher Leistung für große Dachflächen.
Die Druckströmungsentwässerung ist ein modernes Regenwassersystem, das Regenwasser von großen Dachflächen durch Unterdruckwirkung mit hoher Geschwindigkeit ableitet und weniger Fallleitungen sowie eine kompaktere waagerechte Leitungsführung ermöglicht.
Angebot für Ihr Projekt anfordern →Die Druckströmungsentwässerung erreicht einen hohen Abfluss, indem die Rohrleitung vollgefüllt betrieben wird.
Bei klassischen Systemen strömen Luft und Wasser gemeinsam durch das Rohr. Bei der Druckströmung begrenzen spezielle Dachabläufe den Lufteintritt, sodass die Leitung nahezu vollgefüllt durchströmt wird.
Ein Druckströmungssystem besteht aus speziellen Dachabläufen, einem HDPE-Rohrnetz, waagerechten Sammelleitungen, Fallleitungen und sicheren Übergabepunkten. Durch die Unterdruckwirkung wird das Wasser mit hoher Geschwindigkeit abgesaugt.
Diese Lösung wird vor allem bei Fabriken, Lagerhallen, Logistikzentren, Einkaufszentren, Flughäfen, Sporthallen und großen Industriedächern eingesetzt. Da weniger Fallleitungen benötigt werden, bietet sie bei der Koordination von Architektur und Haustechnik große Vorteile.
Welche Details sind bei der Druckströmungsentwässerung wichtig?
Bei der Druckströmungsentwässerung beeinflussen die Wahl der Dachabläufe, Rohrdurchmesser, Länge der waagerechten Leitungen, Qualität der HDPE-Schweißungen und der berechnete Regenabfluss die Leistungsfähigkeit unmittelbar.
Dachabläufe für Druckströmungsentwässerung
Eines der wichtigsten Bauteile des Systems ist der spezielle Dachablauf. Er ist so konstruiert, dass er beim Sammeln des Regenwassers den Lufteintritt begrenzt und damit zur Vollfüllung und Unterdruckwirkung in der Rohrleitung beiträgt.
Bei der Auswahl der Dachabläufe sind Dachfläche, Regenspende, Dachneigung, Attikadetails, Abdichtungsschichten und Ableitungskapazität gemeinsam zu betrachten.
Technische Ausführungsdetails
| Funktion | Regenwasser mit möglichst wenig Luft in das System aufnehmen |
|---|---|
| Geeignete Einsatzbereiche | Flachdächer, Industriedächer, Lager- und Fabrikdächer, Einkaufszentren und große Gewerbebauten |
| Zu beachten | Abdichtungsdetail, Ablaufhöhe, Notüberlauf, Laubfang und Wartungszugang |
HDPE-Rohrsystem
HDPE ist das am häufigsten verwendete Rohrmaterial bei Druckströmungsentwässerungen. Da HDPE-Rohre verschweißt werden können, entsteht ein dichtes, belastbares und langlebiges System.
Da die Leitung vollgefüllt betrieben wird, sind Rohrbefestigungen, Schweißqualität, Dehnungsausgleich und Festpunkte besonders wichtig. Fehlerhafte Befestigung oder mangelhafte Schweißnähte können Vibrationen, Durchhängen und Undichtheiten verursachen.
Technische Ausführungsdetails
| Verwendetes Rohr | HDPE-Regenwasserrohre und geschweißte Formteile |
|---|---|
| Verbindungsart | Elektroschweißung, Stumpfschweißung oder geeignete HDPE-Verbindungssysteme |
| Vorteil | Geschweißte dichte Verbindungen, hohe Belastbarkeit, für industrielle Anwendungen geeignet |
| Zu beachten | Befestigungsabstände, Festpunkte, Schweißqualität, Dehnungs- und Schwingungskontrolle |
Hydraulische Berechnung und Abflussplanung
Eine Druckströmungsentwässerung wird nicht mit nach Augenmaß gewählten Rohrdurchmessern ausgeführt. Dachfläche, Regenspende, Anzahl der Abläufe, Leitungsführung, Fallhöhe und gesamter Druckverlust werden in einer eigenen hydraulischen Berechnung bewertet.
Damit das System richtig funktioniert, müssen die Rohre ab einer bestimmten Regenmenge vollgefüllt durchströmt werden. Bei einer falsch berechneten Anlage können Geräusche, unzureichende Ableitung, stehendes Wasser auf dem Dach oder ungleichmäßige Strömung in der Leitung auftreten.
In der Berechnung berücksichtigte Werte
| Berechnungsgrundlagen | Dachfläche, Regenspende, Ablaufleistung, Rohrlänge, Fallhöhe |
|---|---|
| Systemverhalten | Vollfüllung, Unterdruckwirkung, hohe Fließgeschwindigkeit |
| Risiken | Falscher Durchmesser, ungleichmäßige Strömung, Geräusche, unzureichende Ableitung, stehendes Wasser auf dem Dach |
Große Dachflächen und industrielle Anwendungen
Die Druckströmungsentwässerung bietet vor allem bei großen Dachflächen Vorteile. Bei Fabriken, Lagerhallen, Logistikzentren und Einkaufszentren wären wegen der großen Dachfläche mit einem klassischen System viele Fallleitungen nötig.
Mit Druckströmung lässt sich ein hoher Abfluss mit weniger Fallleitungen erreichen. Das schafft Flexibilität bei Innenraumplanung, Koordination im Stützenbereich, Fassadengestaltung und Außenanlagen.
Vorteile
| Geeignete Gebäude | Fabriken, Lagerhallen, Logistikzentren, Einkaufszentren, Flughäfen, Sporthallen, große Gewerbebauten |
|---|---|
| Vorteile | Hoher Abfluss, weniger Fallleitungen, kompakte waagerechte Leitungen, architektonische Flexibilität |
| Nachteile | Erfordert fachkundige Berechnung und Ausführung; bei fehlerhafter Ausführung kann die Leistung stark sinken |
| Wartung | Reinigung der Dachabläufe, Kontrolle der Laubfänge, Rohrbefestigungen und Notüberläufe sind regelmäßig zu prüfen |
Worauf sollten Sie bei der Wahl einer Druckströmungsentwässerung achten?
1. Eine hydraulische Berechnung ist unerlässlich.
Die Druckströmungsentwässerung wird nicht nach den Regeln klassischer Rohrdimensionierung ausgelegt. Dachfläche, Regenspende und Leitungsführung sind durch eine eigene Berechnung festzulegen.
2. Die Wahl der Dachabläufe ist entscheidend.
Für die Druckströmung sind spezielle Dachabläufe zu verwenden; Anzahl und Leistung der Abläufe müssen korrekt berechnet werden.
3. Die Qualität der HDPE-Schweißung ist wichtig.
Da die Leitung vollgefüllt betrieben wird, sind dichte Schweißverbindungen und ein fachgerechtes Befestigungssystem Voraussetzung für eine lange Lebensdauer.
4. Die Notentwässerung darf nicht vergessen werden.
Für Starkregen oder verstopfte Abläufe ist ein Überlaufschutz zu planen, damit sich kein Wasser auf dem Dach staut.
Planen wir die passende Druckströmungsentwässerung für Ihre großen Dachflächen.
Wir erarbeiten ein sicheres Druckströmungssystem auf Grundlage von Dachfläche, Niederschlagsdaten, Anzahl der Dachabläufe, HDPE-Leitungsführung und Ableitungskapazität.
